Brände 

Weinbrand ist ein geschützter Begriff für eine Spirituose, deren Alkohol zu 100 Prozent aus Wein gebrannt wird. Die Lagerung muss mindestens sechs Monate in Eichholzfässern mit einem Fassungsvermögen von unter 1.000 Litern erfolgen. Bei Verwendung größerer Fässer beträgt die Mindestreifezeit 12 Monate, der Mindestalkoholgehalt muss 36 Volumenprozent betragen. Deutscher Weinbrand enthält in der Regel 38 Volumenprozent Alkohol und reift 12 Monate lang in Eichenfässern mit höchstens 1.000 Litern Fassungsvermögen. Weinbrand ist unter verschiedensten Bezeichnungen bekannt: Brandy ist eine, in europäischen Ländern wie Spanien oder Italien, übliche Bezeichnung für Weinbrand. Brandy kann, soweit im jeweiligen Herstellungsland erlaubt, durch bestimmte Auszüge, beispielsweise aus Vanilleschoten, abgerundet werden. Cognac ist die geschützte Herkunftsbezeichnung für Branntweine aus den französischen Départements Charente und Charente-Maritime. Der Brennvorgang erfolgt in zwiebelförmigen Brennblasen und die Mindestlagerung beträgt 30 Monate in Holzfässern aus Limousin-Eiche. Cognac muss einen Alkoholgehalt von mindestens 40 Volumenprozent aufweisen. Armagnac ist Weinbrand aus der Gascogne in Frankreich und wird, im Gegensatz zu Cognac, in einem einmaligen, kontinuierlichen Brennvorgang erzeugt. Bei der Herstellung von portugiesischem Portwein vermischt man den angegorenen Traubenmost vor der Lagerung mit Weinbrand. Selbst beim spanischen Sherry wird vor der Abfüllung in Fässer der Alkoholgehalt durch Weinbrand erhöht, um längere Lagerungszeiten zu ermöglichen. Eine weitere Weinbrandspezialität ist der weiße Weinbrand, der nicht in Holzfässern gelagert wird und deshalb keine Farbe annimmt.